Mittwoch, 28. September 2016
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Stipendien

Ein Stipendium ist eine finanzielle Unterstützung und somit sehr begehrt, wenn es darum geht, einen Auslandsaufenthalt zu realisieren. Die Bewerberzahl kann höher sein, als die Anzahl der vergebenen Stipendien. Es handelt sich also gewissermaßen um einen Wettbewerb: Wer ist der Beste? Wer braucht das Geld am meisten? Wer überzeugt durch Charakter oder besonderes Engagement? Wer bringt die größte Motivation mit? Abschrecken lassen sollten Jugendliche sich jedoch weder von den Anforderungen noch durch die vermeintlich vielen Mitbewerber. Es werden durchaus Stipendien ausgeschrieben, auf die sich nur wenige bewerben. Wer es gar nicht erst versucht, weil er die Chance als zu gering einschätzt, der kann natürlich auch nicht gewinnen!

 

 

Arten von Stipendien

 

Stipendiengeber legen selbst fest, wie sie ihre Stipendien ausschreiben: als Teil- oder Vollstipendien, für Kurz- oder Ganzjahresaufenthalte, für ein bestimmtes Gastland oder Programm, für eine bestimmte Zielgruppe.

 

Es gibt folgende Stipendiengruppen:

 

- Stipendien, die sich an besonders begabte bzw. leistungsstarke Jugendliche richten
- Stipendien, die Jugendliche aus einkommensschwachen Familien fördern
- Stipendien, die soziales bzw. ehrenamtliches Engagement Jugendlicher honorieren
- Stipendien, die als Kreativwettbewerbe ausgeschrieben sind

 

Hierbei handelt es sich um die Grundvoraussetzungen, die ein Bewerber mitbringen sollte.

 

 

Bewerbung

 

Die Grundvoraussetzung sollte der Jugendliche natürlich erfüllen, wenn er sich für ein Stipendium bewirbt. Zusätzlich gibt es meist noch formale Aspekte (wie z. B. das Alter) die es zu berücksichtigen gilt. Was gibt es darüber hinaus zu beachten? Kurz gefasst: Form und Inhalt müssen stimmen, um zu überzeugen! Ein paar Tipps:

 

Form:

 

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Einsendeschluss nicht verpassen! Kommt die Bewerbung zu spät an, wird sie entweder nicht berücksichtigt oder hinterlässt zumindest einen schlechten Ersteindruck.

 

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Vorab genau recherchieren, wohin die Bewerbung geschickt werden soll: Gibt es einen Ansprechpartner bzw. in welches Büro der Austauschorganisation sollen die Unterlagen gehen?

 

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Kontaktdaten vollständig und gut lesbar angeben. Im digitalen Zeitalter die Postanschrift nicht vergessen.

 

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Die Bewerbungsunterlagen (z. B. Motivationsschreiben und Lebenslauf) am Computer tippen – es sei denn, es wird ausdrücklich eine handschriftliche Bewerbung verlangt.

 

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Alle Texte und Unterlagen von Eltern, Bekannten oder Freunden Korrektur lesen lassen, damit sich keine Rechtschreib- und Grammatikfehler einschleichen.

 

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Falls Fotos erbeten werden: keine Partyfotos oder Fotos in Bademode einsenden.

 

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An das Datum und an die Unterschrift denken. Die Unterschrift gehört handgeschrieben unter das Anschreiben und ggf. den Lebenslauf.

 

- Bevor die Bewerbung auf die Post geht: prüfen, ob die Bewerbungsunterlagen vollständig und ordentlich sortiert sind. Verschmierte Druckertinte, Eselsohren und Schokoladenflecken sind tabu. Briefumschlag ausreichend frankieren!

 

Inhalte:

 

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Bevor es mit dem Schreiben losgeht: nicht daran verzweifeln, nichts "Besonderes" zu sein oder zu können. Oft hilft es, erst einmal eine Liste anzufertigen mit positiven Charaktereigenschaften, Hobbys und Interessen, sportlichen oder musikalischen Erfolgen, Reisen, Fremdsprachenkenntnissen, ggf. Arbeitserfahrung oder ehrenamtlichem Engagement etc. Vielleicht helfen Freunde oder Eltern dabei, eine solche Liste zu erstellen. Ganz wichtig ist natürlich auch die Antwort auf die Frage "Warum will ich ins Ausland?" bzw. "Was motiviert mich?"

 

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Gedanken und Ideen sortieren und vor allem Zeit und Ruhe nehmen, das Anschreiben zu formulieren bzw. die Unterlagen auszufüllen.

 

- Positive Formulierungen verwenden wie z. B. "Ich kann gut…", "Es ist eine meiner Stärken…", "Gerne mache ich…", "Ich habe Freude daran,…", "Ich zeichne mich dadurch aus…" usw. Unwahrheiten haben hier keinen Platz, es sollte also nichts frei erfunden werden.


Es spricht in der Regel übrigens nichts dagegen, sich parallel für mehrere Stipendien zu bewerben, um die Chancen auf Erfolg zu erhöhen. Achtung: Jede Bewerbung erfordert Vorbereitung, Zeit und Ruhe. Sich wahllos und auf die Schnelle auf ganz viele Stipendien zu bewerben, macht selten Sinn.

 

 

Weiterführende Informationen:

 

-

Schüleraustausch-Stipendien

-

WELTBÜRGER-Stipendien

-

weltweiser-Stipendien

- Auslands-BAföG

 




Ratgeber

1. Das Handbuch Fernweh ist der umfangreichste Ratgeber zum Schüleraustausch. Es bietet neben vielen Insider-Tipps, Infos und Links auch Preis-Leistungs-Tabellen von High-School-Programmen für 18 Gastländer

2. Handbuch Weltentdecker. Der Ratgeber für Auslandsaufenthalte. Mit übersichtlichen Service-Tabellen für Au-Pair, Freiwilligendienste, Gastfamilie werden, Homestay, Jobs, Praktika, Schüleraustausch, Sprachreisen, Studium, Work and Travel

 

3. Handbuch Schulwelten. Der Ratgeber für Privatschulaufent-
halte weltweit. Mit übersichtlichen Service-Tabellen zu Privatschul-programmen in den Gastländern Großbritannien, Irland, USA, Kanada, Australien und Neuseeland.

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