Freitag, 22. September 2017
weltweiser: Beratung - Messen - Völkerständigung - Schüleraustausch und andere Auslandsaufenthalte

 

Schüleraustausch: Social Media - Austauschschüler

 

Text von Carl Duisberg Centren, erschienen in:         
(Nix für) Stubenhocker. Die Zeitung für Auslandsaufenthalte, Nr. 7 / 2017, S. 17

 

So nah und doch so fern

Schüleraustausch im Social-Media-Zeitalter

 

Social Media

 

Aufbrechen, um loszulassen – dies ist bei den modernen technischen Möglichkeiten nicht immer einfach. Wer heute ein Schuljahr im Ausland verbringt, ist quasi nie allein. Kontinente sind nur einen Klick weit entfernt, über den Ozean surft es sich schnell durch das World Wide Web. WhatsApp, Facetime, Snapchat, Skype und Co. erleichtern zwar die Trennung von zu Hause, stellen zugleich aber auch eine neue Herausforderung für Austauschschüler und ihre Eltern dar. Wie viel Nähe ist sinnvoll und wie lassen sich die neuen Möglichkeiten zur Zufriedenheit aller ausschöpfen? Tasja Frenzel, Leiterin der Internationalen Schulprogramme bei den Carl Duisberg Centren, hat Tipps für künftige Globetrotter:

 

Etwas Neugier darf sein

 

Die neue Familie googeln und mit Street-View die Umgebung und den Wohnort kennenlernen? Sobald das Reiseziel und die Gastfamilie feststehen, ist die Neugier einfach da. Nur wenige Klicks entfernt, entsteht am Computer das Bild vom neuen Zuhause. Doch es sollte Raum für das reale Erleben bleiben. Deshalb keine schnellen Urteile fällen. Aus der Nähe betrachtet, relativiert sich später vieles. Und ein bisschen Abenteuer darf sein.

 

Online Kontakt aufnehmen

 

Erste Kontaktaufnahme via Social Media ist hilfreich, um die Gastfamilie ein bisschen zu "beschnuppern". Das baut Hemmungen im Vorfeld ab, darf aber auch nicht überbewertet werden, wenn auf den ersten Blick nicht alles gefällt oder einem die Worte fehlen. Zudem sind gerade amerikanische Gastfamilien im Vorfeld oft weniger schreibwütig als die deutschen Gastschüler und -eltern; also nicht persönlich nehmen, wenn nicht ständig das Postfach voll ist.

 

Neuigkeiten teilen und mitteilen

 

Jeden Tag passieren spannende und neue Dinge bei einem Austausch. Wer sie gerne mit Familie und Freunden teilt, findet dazu unendlich viele Möglichkeiten im Internet. Ob WhatsApp, Instagram, Youtube-Channel oder Blog, heute gibt es viele Möglichkeiten, sich aus der Ferne mitzuteilen. Deshalb vorher informieren und überlegen, welche Kanäle sinnvoll sind und wer sie gemeinsam nutzen will. Sicherheitshalber im Vorfeld die Hoffnungen von Familie und Freunden auf allzu viele persönliche Nachrichten dämpfen. Hier gilt: Weniger Zeit am PC ist mehr Zeit im Gastland!

 

Für Netiquette sorgen

 

Gute Manieren sind auch im Internet gefragt. Es lohnt sich, Gepflogenheiten aus der realen Welt auch beim eigenen virtuellen Auftritt zu beachten. Bilder, die Alkoholkonsum, beschämende Situationen oder zu viel Party zeigen, haben auf Facebook oder anderen sozialen Netzwerken nichts zu suchen. Auch Lästereien über die Gastfamilie oder das Land, das der Schüler besuchen wird, sollten in jedem Fall – auch vor Ort – vermieden werden. So etwas kann nicht nur ein schlechtes Bild auf den künftigen Weltenbummler werfen, sondern auch das Ende eines Austauschs bedeuten, noch bevor er angefangen hat.

 

Auch mal abschalten

 

"Ich bin dann mal weg…", das galt früher. Ein Brief war lange unterwegs, Telefonieren eine teure Angelegenheit. Heute ist das andere Ende der Welt nur einen Knopfdruck entfernt. Emotionaler Abstand ist aber auch heute aktuell und wichtig. Zu viele Kontakte nach Hause produzieren Heimweh und rauben Zeit für das wirkliche Leben in der neuen Heimat auf Zeit. Deshalb gilt: Kontakte nach Hause von sich aus beschränken – auch wenn es schwer fällt – und nicht täglich melden. Weniger Kontakt ist oft mehr und in der Distanz liegt die Chance zu mehr Selbstständigkeit.

 

Aller Anfang ist schwer

 

Gerade zu Beginn eines Auslandsaufenthalts ist der Kontakt in die Heimat verlockend, das Skypen mit vertrauten Gesichtern tröstlich. Daher sollten sich junge Weltenbummler nicht unter Druck setzen und die familiäre Unterstützung gerade am Anfang in gesundem Maße zulassen. Alles braucht seine Zeit und sobald die ersten neuen Freunde gewonnen sind, verlieren Skype und Co. meist automatisch an Attraktivität.

 


 

 

JuBi - JugendBildungsmesse

JugendBildungsmesse

 

Die JugendBildungsmesse JuBi ist eine der deutschlandweit größten Spezial-Messen zum Thema Bildung im Ausland.

 

Social Media

Halte dich auf den Social Media Kanälen von weltweiser auf dem Laufenden:

 

Instagram weltweiser

 

WELTBÜRGER-Stipendien

Die WELTBÜRGER-Stipendien wurden von weltweiser ins Leben gerufen. Sie fördern Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem ganz individuellen Weg zum Weltbürger. Hier geht es zu den aktuellen Ausschreibungen.

 

WELTBÜRGER-Stipendien

 

Handbuch Fernweh

Das Handbuch Fernweh ist der umfangreichste Ratgeber zum Schüleraustausch. Es bietet neben vielen Insider-Tipps, Infos und Links auch Preis-Leistungs-Tabellen von High-School-Programmen für 18 Gastländer.

 

Handbuch Fernweh

 

JuBi Messe-Video

Erfahrungsberichte

Du möchtest dich von weiteren Erfahrungsberichten inspirieren lassen? Hier findest du noch mehr Artikel zum Schüleraustausch.

 

SH 2017

Austausch Community
Mit über 180.000 Beiträgen ist die AustauschCommunity eine der größten deutschen Plattformen zum Thema Schüleraustausch.
Kitchen 2 Go

Bist du noch auf der Suche nach einem passenden Gastgeschenk? Im Kitchen 2 Go findest du über 70 Rezepte von Jugendlichen auf Deutsch und Englisch.

 

Kitchen 2 Go