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PRESSE

Wenn das Fernweh packt
Jugendbildungsmesse informierte über Auslandsaufenthalte

Von Deniz Karius, Rheinische Post, 6.3.2004

Neuseeland. Für Thea Günther das Traumziel. Ein halbes Jahr möchte ich mindestens hin, sagt die 15-jährige Schülerin. So wie Thea geht es vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Rund 12.000 nehmen zurzeit an mehrmonatigen Schüleraustauschprogrammen teil, um ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen und eine fremde Kultur kennen zu lernen, weiß Thomas Terbeck. Der 32-Jährige leitet den unabhängigen Bildungsberatungsdienst weltweiser, der am Samstag zur Jugendbildungsmesse ins St. Ursula-Gymnasium eingeladen hatte.

Rund 800 Besucher nutzten dort die Gelegenheit, sich bei 28 Ausstellern über die vielfältigen Möglichkeiten, eine Zeit im Ausland zu verbringen, zu informieren. Dabei reicht die Liste der zur Wahl stehenden Länder von den USA über Kanada, Australien, Neuseeland, Brasilien, Schweden, Spanien bis hin zu Japan.

Allerdings spielt der Preis eine große Rolle. So beginnen die Angebote für einen einjährigen Highschool-Aufenthalt in den USA bei rund 5.500 Euro. Für ein Jahr Japan muss man mit mindestens 7.000 Euro rechnen. Und für Kanada zahlt man ab rund 8.000 Euro. Die unterschiedlichen Preise erklären sich zum Teil mit den Schulgebühren. In manchen Ländern, wie England, Australien, Kanada und Irland sind zudem Auswandsentschädigungen für die Gasteltern üblich, weiß Experte Terbeck. Er hat die Angebote und zahlreiche Tipps zum Schüleraustausch in seinem Ratgeber `Handbuch Fernweh´ zusammengestellt. Aber, erklärt er, es gibt auch Stipendienprogramme und die Möglichkeit, ein Auslandsbafög zu beantragen.

Wer über 18 Jahre alt ist du nur wenig Geld zur Verfügung hat, für den bieten sich Aupair-Programme an. Denn dann werden manchmal nur Vermittlungsgebühren fällig. Work and Travel ist ebenfalls eine kostengünstigere Variante, um ein Land kennen zu lernen. Dabei vermittelt der Anbieter das Rüstzeug, um sich am Ort einen Job zu suchen, der die Reisekasse entlastet. Auch Freiwilligenarbeit, etwas in Sachen Umwelt- und Naturschutz oder in sozialen Bereichen, ist relativ preiswert.

Für Thea Günther jedenfalls steht fest: Nächstes Jahr soll´s los gehen - nach Neuseeland.