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Thomas Terbeck – Der Helfer in Auslandsfragen

Neue Presse Hannover, 11. Februar 2008

Thomas Terbeck ist krank. Er hat akutes Fernweh, und das schon seit Jahrzehnten. 1989 ist er mit einem Schüleraustausch in den USA gelandet. „Da habe ich Blut geleckt. Seitdem will ich möglichst viel von dieser Welt sehen.“ Der 35-jährige Westfale hat das Hobby zum Beruf gemacht: 1999 verfasste er erstmals den Ratgeber „Handbuch Fernweh“. Insider-Tipps und eine Auflistung aller Agenturen mit Vor- und Nachteilen sollen Schülern helfen, das für sie passende Angebot zu finden.

Seit 2003 organisiert er außerdem die Messe „JUBi“, auf der Auslandsprogramme vorgestellt werden – wie vergangenen Sonnabend in der Humboldtschule. „Wir haben hier 33 Aussteller. Das Ziel ist es, einen Überblick zu schaffen. Es gibt Au-pair-Programme, den klassischen Schüleraustausch, Work and Travel, Freiwilligendienste – da verliert man schnell den Überblick.“

Das eigene Fernweh hat Terbeck direkt nach dem Abitur vier Monate mit dem Rucksack durch Südamerika reisen lassen, während des Zivildienstes sparte er für eine neunmonatige Tour durch Südostasien, Australien und Neuseeland. „Auslandsaufenthalte sind für Eltern meist zuallererst eine Möglichkeit, die Sprachkenntnisse des Nachwuchses auf Vordermann zu bringen“, erklärt er. „Aber viel mehr noch geht es darum, Erfahrungen zu machen, selbstständig zu werden, sich auf Eventualitäten einrichten zu können.“

17.000 Jugendliche befinden sich zurzeit für mindestens drei Monate im Ausland. „Die Vereinigten Staaten sind immer noch die erste Adresse.“ Asien sei ganz, ganz, ganz langsam im Kommen. „Das ist doch sehr speziell, trotz des wirtschaftlichen Booms.“ Die Nachfrage steige aber insgesamt.

Er selbst will seine Auslandserfahrung nicht missen. „Eine andere Familie, Kultur und Schule- oder Arbeitswelt kennenzulernen, das ist eine unvergleichliche Horizonterweiterung.“