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Lernen und Leben in 17 Ländern
Kölnische Rundschau vom 6. Oktober 2004
Die Entscheidung fiel nicht leicht. Ein ganzes Jahr will Sabine Scheer ins Ausland, um Englisch zu lernen. Nur wohin? Die 16-jährige Schülerin würde am liebsten nach Neuseeland, „wegen der tollen Landschaft“, aber wichtiger ist ihr die Unterbringung, sie hat Angst vor Heimweh. Im Internet fanden Sabine und ihre Eltern eine ganze Reihe Anbieter von Studienreisen. Die Palette sei so umfassend wie das babylonische Sprachgewirr.
Bei der Jugendbildungsmesse „Jubi“ in der Königin-Luise-Schule versorgte sich Sabine wie auch Hunderte andere Interessenten mit Informationen aus erster Hand.
Mehr als 30 Aussteller aus dem ganzen Bundesgebiet hatten im Pädagogischen Zentrum ihre Stände aufgebaut. Sprachreisen, „Work & Travel“, Au-Pair, Auslandsstudium und Highschool-Aufenthalte gab es für rund 17 Länder. „Die mit Abstand meisten Angebote gibt es in den USA“, erklärte Thomas Terbeck, der die Jubi initiiert hatte. Sein Unternehmen „Weltweiser“ sammelt und vergleicht Daten der Studienreisefirmen.
„Wir analysieren Umfang der Angebote und das Preis-Leistungs-Verhältnis“, so Terbeck. Eine Benotung gebe es nicht, da schwarze Schafe ausgeklammert werden.
„Ich muss wissen, wie der Unterricht aussieht, wann ich am besten starte und was das Ganze kostet“, sagte Sabine. Nach gut einer Stunde war klar: Ihr Wunschziel Neuseeland kann mit den Preisen in den USA kaum mithalten. „Ich will auch im Internet nach Foren suchen, wo hoffentlich andere von ihren Erfahrungen berichten“, so Sabine. „Gerade bei den Highschool-Aufenthalten ist der Wechsel der Gastfamilie keine Seltenheit“, berichtete Terbeck. Von 13 000 Teilnehmern wechselt etwa ein Viertel die Familie. „Das ist halt der Faktor Mensch“, so Terbeck.
www.weltweiser.de
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