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Ausland? Austausch? Auskunft!
Morgen im Benno-Gymnasium
„Reisen bildet!“ Dieser Ausspruch mag inzwischen seltsam klingen angesichts Millionen von Pauschaltouristen, die sich die Sinnesorgane mit Sonnenmilch verkleben und am Strand das Resthirn wegbraten lassen. Und doch steckt immer noch ein Funken Wahrheit darin. Auch Johann Wolfgang von Goethe und Heinrich Heine reisten dereinst nicht wegen der Tanzschuppen in Rimini nach Italien, vielmehr waren sie auf den Spuren von Kunst uns Kultur aus Antike und Renaissance. Dass Auslandsreisen auch bei Schülern beliebt sind, belegen die jüngsten Zahlen einer Studie des Bildungsberatungsdienstes „weltweiser“.
Im Schuljahr 2006/07 haben etwa 16000 Jugendliche aus Deutschland an einem mindestens dreimonatigen Schüleraustauschprogramm teilgenommen rund 2000 Schülerinnen und Schüler mehr als vor zwei Jahren und so viel wie nie zuvor. Die Teilnehmer wohnen bei Gastfamilien oder in Internaten. „Die USA stehen mit mehr als 8000 Programmteilnehmern nach wie vor hoch in der Gunst der deutschen Austauschschüler“, berichtet weltweiser-Mitarbeiter Jens Hirschfeld. Doch mittlerweile erfreuen sich auch andere Länder zunehmender Beliebtheit: Für Kanada entschieden sich im letzten Schuljahr etwa 1000 Schüler, Neuseeland und Australien lockten jeweils 900 Jugendliche in den Süden. „Costa Rica, Japan und China sind seit den letzten drei Jahren dazugekommen. Das nicht-englischsprachige Ausland wird immer beliebter“, meint Hirschfeld. Von 5000 bis 35000 Euro Ein Auslandsaufenthalt will gut überlegt und mindestens genauso gut organisiert sein. Ein Viertel aller Austauschschüler wechselt die Gastfamilie in der Aufenthaltszeit. Die Gründe sieht Hirschfeld u.a. in „kulturellen Konflikten, der neuen Situation in einer fremden Schule oder die Gastfamilie versteht sich mit dem neuen Kind nicht“.
Auch über die Finanzierung sollten sich Schüler und vor allem die Eltern im Klaren sein. Die Preisspanne reicht von 5000 bis 35000 Euro und variiert je nach Gastland. Förderungsmöglichkeiten gibt es im Rahmen von Stipendienprogrammen. „Viele Einser im Zeugnis sind nicht Bedingung für ein Stipendium. Engagement und Kreativität sind auschlaggebend“, argumentiert Hirschfeld. Darüber hinaus können Schülerinnen und Schüler mit bis zu 348 Euro monatlich über Auslandsbafög gefördert werden. Dieser Zuschuss muss nicht zurückerstattet werden. Wer sich zu dem Thema Schüleraustausch informieren will, kann seine Fragen morgen im St. Benno-Gymnasium in der Pillnitzer Straße 39 stellen.
Die 5. sächsische Jugendbildungsmesse (JUBI) öffnet in der Zeit von 10 Uhr bis 16 Uhr ihre Türen. 28 Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet informieren zu Themen wie Schüleraustausch, High-School-Aufenthalten, Sprachreisen, Au-Pair und Work & Travel. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 13 sowie ihre Eltern und Lehrer. Der Eintritt ist frei. Veranstalter „weltweiser“ rechnet mit 1000 Besuchern. sei ž
Informationen zu den Ausstellern und zur Messe auf www.weltweiser.de
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