Mittwoch, 23. Mai 2012
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Interview: Freiwilligendienste

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Pressekontakt:
Jens Hirschfeld - Büro Bonn
Telefon: 0228 - 391 84 784 - Telefax: 0228 - 391 84 786
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Freiwilligendienste: Drei Fragen an Jens Hirschfeld

Jens Hirschfeld ist Autor des Handbuch Weltentdecker und leitet das weltweiser Büro in Bonn.


1. Woran erkennt man eine gute/seriöse Organisation?

Aus unserer Sicht besteht ein Kernelement seriöser Betreuung bei staatlich geförderten und staatlich nicht geförderten Freiwilligendiensten aus einer intensiven kulturellen, länderkundlichen und projektbezogenen Vorbereitung der Teilnehmer vor der Ausreise in Deutschland. Eine pädagogische und fachliche Begleitung im Einsatzland und eine Nachbereitung nach Beendigung des Projektes gehören ebenfalls dazu. Ausreichende Informationen zu den Partnern im Gastland, über Versicherungen oder zu notwendigen Impfungen sollten auch geboten werden.


2. Organisierte Freiwilligendienste sind oft teuer. Sind die hohen Preise gerechtfertigt?

So lange es keine staatliche Finanzierung gibt, müssen die mitunter hohen Projektkosten von den Teilnehmern getragen werden. In den meisten Zielländern dürfen Freiwillige keinen Arbeitsplatz einnehmen. Dies würde die Arbeitslosigkeit vor Ort nur verstärken. Deshalb arbeiten sie unentgeltlich. Es fallen eine Reihe von Kosten an, die die Teilnehmer nicht unbedingt „sehen“, die aber dennoch abgedeckt werden müssen. Wer also keinen Platz bei einem geförderten Dienst bekommt aber dennoch sein soziales oder ökologisches Engagement im Ausland mit einbringen will, wird die zum Teil recht hohen Programmgebühren bezahlen müssen.


3. Brauche ich überhaupt eine Organisation oder kann ich mich auch selber durchschlagen?

Gerade für einen mehrmonatigen Freiwilligendienst empfiehlt es sich, gut vorbereitet über einen Träger ins Ausland zu gehen. Insbesondere deshalb, da es sich bei der Mehrzahl der Teilnehmer um Abiturienten handelt, die über keine größeren Erfahrungen mit sozialen, ökologischen oder kulturellen Projekten verfügen. Auslandserfahrene Weltenbummler können sich natürlich Projekte selbst suchen und einfach „loslegen“. Allerdings fehlt im Fall der Fälle die Betreuungsstruktur.


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