Interview: Au-Pair
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Au-Pair: Drei Fragen an Annike Henrix
Annike Henrix ist Autorin des Handbuch Weltentdecker und leitet das weltweiser Büro in Aachen.
1. Welche Aufgaben übernimmt eine gute Au-Pair Organisation?
Eine gute Organisation bereitet die Au-Pairs ausführlich auf ihre Zeit im Ausland vor. Sie unterstützt zukünftige Teilnehmer zum Beispiel bei Visa-Formalitäten, Versicherungsangelegenheiten oder der Organisation der Anreise. Bei Problemen im Gastland sollte es einen neutralen Ansprechpartner vor Ort geben. Im Vordergrund steht sicherlich eine sorgfältige Auswahl der Gastfamilien und der Au-Pairs. In Deutschland dient die Au-Pair Society e.V. als Anlaufstelle für Fragen rund um das Au-Pair Programm. Auf internationaler Ebene legt die International Au Pair Association (IAPA) verschiedene Standards für Au-Pair Aufenthalte fest.
2. Mit welchen Kosten muss ich bei einem Au-Pair Programm rechnen und wie viel kann ich verdienen?
Je nach Organisation und Wunschland betragen die reinen Programmkosten inklusive Versicherung zwischen 150 und 800 Euro. Die Gastfamilien kommen für die Unterkunft, Verpflegung und das Taschengeld auf. Au-Pair Programme in Europa und Amerika sind vergleichsweise günstig. Im Fall des klassischen Au-Pair-Ziels USA werden die Kosten für den Hin- und Rückflug von der amerikanischen Familie übernommen. Das wöchentliche Taschengeld ist auf 195,75 US-Dollar festgelegt, was etwa
150 Euro pro Woche entspricht.
3. Wie kann ich mich am besten auf einen Au-Pair Aufenthalt vorbereiten und wie sehen die Teilnahmevoraussetzungen aus?
Die Teilnehmer arbeiten in der Regel circa 35 Stunden pro Woche. Sie übernehmen die Verantwortung für die Kinder und erledigen leichte Tätigkeiten im Haushalt. Zu den Grundvoraussetzungen gehört, dass man über ausreichend Erfahrung im Bereich der Baby- bzw. Kinderbetreuung oder in der Jugendarbeit verfügt. Darüber hinaus muss man mindestens 18 Jahre alt sein, bei den meisten Programmen über einen Führerschein und über gute Sprachkenntnisse verfügen.

